Blog

Das neue Lie­fer­ket­ten­ge­setz kommt. Sind Sie darauf vorbereitet?

Die Bun­des­re­gie­rung steht kurz vor einer Eini­gung über das neue Lie­fer­ket­ten­ge­setz. Spä­tes­tens im Januar 2021 soll das Gesetz in Deutsch­land und im Früh­jahr 2021 auch auf EU-Ebene ver­ab­schie­det werden.

Das Gesetz schafft einen gesetz­li­chen Rahmen für die unter­neh­me­ri­sche Sorg­falts­pflicht ent­lang der gesam­ten Lie­fer­ket­te. Damit sollen Unter­neh­men Ver­ant­wor­tung für Men­schen­rechts­ver­stö­ße und Umwelt­ri­si­ken ihrer Lie­fe­ran­ten über­neh­men und ggf. auch dafür haften. Für Unter­neh­men und deren Ein­kaufs­ab­tei­lun­gen bedeu­tet das neue Pflichten.

Eck­punk­te des neuen Lieferkettengesetzes

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les (BMAS) und das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) haben ein Eck­punk­te­pa­pier für das neue Lie­fer­ket­ten­ge­setz und die Stär­kung der unter­neh­me­ri­schen Sorg­falts­pflich­ten zur Ver­mei­dung von Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen in glo­ba­len Wert­schöp­fungs­ket­ten vorgelegt.

Die vor­ge­se­he­nen Pflich­ten gehen weit über die Kern­ele­men­te des Natio­na­len Akti­ons­plans und ein­schlä­gi­gen inter­na­tio­na­len Stan­dards, wie die UN-Leit­prin­zi­pi­en für Wirt­schaft und Men­schen­rech­te, hinaus. Das ist ein­ma­lig, denn zum ersten Mal wird deut­sches Recht auf inter­na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten ange­wen­det. Somit erfolgt eine Abkehr vom Grund­satz der Anwend­bar­keit des „Rechts am Ort des Scha­dens­ein­tritts“ hin zum „Recht am Handlungsort“.

Ist Ihr Unter­neh­men vom Lie­fer­ket­ten­ge­setz betroffen?

Grund­sätz­lich sind nur große Unter­neh­men mit mehr als 500 Mit­ar­bei­te­rIn­nen direkt vom neuen Lie­fer­ket­ten­ge­setz betrof­fen. Das ent­spricht ca. 7.200 Unter­neh­men in Deutsch­land (Per­so­nen- und Kapitalgesellschaften).

Jedoch werden auch Unter­neh­men mit weni­ger als 500 Mit­ar­bei­te­rIn­nen mit­tel­bar betrof­fen sein, denn die Lie­fer­ket­ten­über­wa­chung findet nicht nur inter­na­tio­nal, son­dern auch natio­nal statt. Inso­fern sind auch kleine Unter­neh­men ggf. ver­pflich­tet Anga­ben und Offen­le­gun­gen gegen­über ihren großen Han­dels­part­nern vorzunehmen.

Für betrof­fe­ne Unter­neh­men bedeu­tet das, sich selbst zu den UN-Leit­prin­zi­pi­en für Wirt­schaft und Men­schen­rech­te sowie Umwelt­ri­si­ken zu beken­nen und diese auch von allen Sta­ke­hol­dern (ins­be­son­de­re Geschäfts­part­nern) einzufordern.

Sämt­li­che Maß­nah­men der betrof­fe­nen Unter­neh­men sind dann zusätz­lich in jähr­li­chen Berich­ten trans­pa­rent zu veröffentlichen.

Erfül­len Sie die Anfor­de­run­gen des Lie­fer­ket­ten­ge­set­zes mit Sco2res®

Auch wenn die Aus­wir­kun­gen des Lie­fer­ket­ten­ge­setz­tes weit­rei­chend sind, besteht kein Grund zur Panik.

Eine Studie der EU-Kom­mis­si­on hat belegt, dass die Kosten für große Unter­neh­men bei nur durch­schnitt­lich 0,009 Pro­zent des Umsat­zes liegen.

Das Lie­fer­ket­ten­ge­setz ver­langt im Kern ein sys­te­ma­ti­sches Risi­ko­ma­nage­ment und eine elek­tro­ni­sche Berichts­pflicht der Unter­neh­men an eine Bun­des­be­hör­de, die die Anga­ben stich­pro­ben­ar­tig oder im Ver­dachts­fall auf Plau­si­bi­li­tät über­prüft. Bestehen­de Berichts­pflich­ten, bei­spiels­wei­se im Rahmen der CSR-Richt­li­nie, sollen dabei berück­sich­tigt werden.

Mit Sco2res® können Sie auto­ma­ti­siert und geset­zes­kon­form Ihre Dokumentations‑, Über­wa­chungs- und Berichts­pflich­ten erfüllen.

Ver­ein­ba­ren Sie noch heute einen Gesprächs­ter­min und lernen Sie Sco2res® kennen.